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Åland- das nordische Inselparadies zwischen Schweden und Finnland

27 Februar 2010 Kein Kommentar

alandsflagDie 6.500 Inseln und Schären zwischen Finnland und Schweden, die Åland-Inseln, sind eine mit weitgehender Autonomie ausgestattete Provinz Finnlands mit Amtssprache schwedisch.

Vom Flugzeug aus sehen die roten Felsen, windgeschliffenen Klippen und idyllischen Inseln wie hingepurzelt aus. Nur sechzig der Inseln, deren Hauptstadt Mariehamn ist, sind bewohnt. Die knapp 12 Quadratkilometer große Insel mit ihren 11.000 Einwohnern ist nicht nur die Hauptstadt, sondern auch die einzige Stadt Ålands. Die malerische Schärenlandschaft, das milde Klima und die vielen Sonnentage machen die Inseln, die nur einen Katzensprung vom Festland entfernt liegen, zu einem touristisch reizvollen Ziel.

Åland – das kontrastreiche Inselreich

Im Laufe der Jahrhunderte haben Einflüsse aus Ost und West, aus Finnland, Russland und Schweden, die Kultur der Åland-Inseln geprägt, die nur 15 Kilometer von der finnischen und 40 Kilometer von der schwedischen Küste entfernt liegen. Zum Zeitpunkt der schwedischen Reichsgründung im Hochmittelalter zwischen 1000 und 1300 war Åland unter der Herrschaft der Diözese Linköping und wurde Teil des neu entstandenen schwedischen Reiches, lange bevor sich der Einflussbereich Schwedens auf das sonstige Gebiet des heutigen Finnlands ausdehnte. Die Åland-Inseln kamen 1809 mit ganz Finnland an Russland. Nach der russischen Revolution 1917 gab es Bestrebungen, die Inseln an das ehemalige schwedische Mutterland anzuschließen, der Völkerbund in Den Haag sprach die Inselgruppe jedoch 1921 der seit 1917 selbständigen Republik Finnland zu. Finnland musste sich im Gegenzug verpflichten, den Bewohnern volle Selbstverwaltung, den ausschließlichen Gebrauch der schwedischen Sprache, Weiterführung der gewohnten Kultur und der lokalen Sitten zu garantieren.

soedralinjen_121Schären- und Fahrradtouren auf den Åland-Inseln

Åland ist das perfekte Ziel für jeden, der Skandinavien, die Ostsee, Schären und starke Kontraste liebt. Farbenfroh leuchten die rot schimmernden Uferfelsen, die Sonnenuntergänge und die üppigen Wildblumenwiesen im Sommer. Karg-schön erscheinen die Inseln im Winter. Åland lässt sich mühelos entdecken – mit den Schärenfähren setzt man von einer Insel zur nächsten über oder man bucht eine spannende Bootstour durch das grün-blaue Labyrinth der Schärenlandschaft. Mit den Schärenfähren erreicht man fast jeden Winkel des Inselreichs, und wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat kostenlose Fahrt. Åland ist wie geschaffen für Radtouren, denn überall gibt es Sehenswürdigkeiten und andere Attraktionen zu entdecken, wie beispielsweise das Schloss Kastelholm, das etwa 23 Kilometer nordöstlich von Mariehamm liegt. Das russische Bollwerk war einst als „Gibraltar des Nordens“ geplant.

Das Segelschiff Pommern

Das Segelschiff Pommern

Mariehamn – der letzte Hafen großer Segelschiffe

Die Hauptstadt der Åland-Inseln wird auch als der letzte Hafen der großen Segelschiffe bezeichnet. In den 1930er Jahren hatte Mariehamn die größte Segelschiffflotte der Welt, denn hier lebte der Reeder Gustaf Eriksson, der mehr als 40 Segelschiffe besaß und mit seinen Seglern noch über die Weltmeere fuhr, als bereits die Epoche der Dampfschifffahrt begonnen hatte. Im Westhafen von Mariehamn liegt der als Museum eingerichtete, 95 Meter lange Frachtensegler „Pommern“, der zwischen 1903 und 1952 auf der Weizenroute zwischen Australien und England im Einsatz war. Das Schiff ist das Wahrzeichen Mariehamns.

Neben dem Museumsschiff befindet sich das Restaurant Segelpaviljongen. Das 1895-99 errichtete Gebäude wurde von dem Åländer Lars Sonck, einem der renommiertesten finnischen Architekten, entworfen. Hier kocht Michael Björklund, der sowohl in Schweden als auch in Finnland zum Koch des Jahres gewählt wurde.

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Fotos Flagge und Segelschiff: M. Wilson, Inselfoto: J. Howaldt



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