Museum für Moderne Kunst “Louisiana” am Øresund
Das schönste Museum Dänemarks heißt genauso wie ein amerikanischer Bundesstaat und befindet sich 37 Kilometer nördlich von Kopenhagen und 10 Kilometer südlich der Hamlet-Stadt Helsingør in dem alten Fischerdorf Humlebæk: Das Museum für Moderne Kunst „Louisiana“.
Zum Bestand des Museums gehören Werke des Jütländers Asger Jorn, Gemälde des 1938 in Kopenhagen geborenen Per Kirkeby, Linolschnitte von Georg Baseliz, Skulpturen von Alberto Giacometti sowie Werke des Dänen Henry Heerup. Bekannt ist Louisiana nicht nur für seine Kollektion, die heute weltweit zu den besten Sammlungen der Moderne gehört, sondern vor allem für seine interessanten wechselnden Ausstellungen.
Sonderausstellungen 2010: “Warhol After Munch”
Louisiana lockt in den Sommermonaten gleich mit zwei Sonderausstellungen Kunstfreunde an den Øresund. Unter dem Titel “Warhol After Munch” präsentiert das Museum für Moderne Kunst vom 4. Juni bis 12. September als erstes Museum der Welt Werke von Andy Warhol und Edvard Munch Seite an Seite, und vom 23. Juni bis 26. September widmet sich Louisiana mit einer umfassenden Werkschau der französischen Konzeptkünstlerin und Fotografin Sophie Calle.
Die Anfänge des Museums für Moderne Kunst “Louisiana”
In den 1950er Jahre stieß der Kopenhagener Verleger und Unternehmer Knud W. Jensen bei einem Spaziergang am Øresund auf ein verlassenes Landhaus mit verwildertem Park, das ihm für seinen lang gehegten Traum, ein Museum für Moderne Kunst, wie geeignet schien. 1958 öffnete das Museum für Moderne Kunst Louisana in den Räumen der alten Villa, die nach den Ehefrauen Nummer eins, zwei und drei des früheren Besitzers, die alle Louise hießen, benannt war, seine Tore. Was zunächst als eine Heimstatt skandinavischer Kunst gedacht war, entwickelte sich dank großzügiger Schenkungen, vor allem des Ny Carlsbergfonds, schon bald zu einer internationalen Kollektion von Weltruf. Den Eingang Lousianas am Gamle Strandvej 13 in Humlebæk markiert eine efeubewachsene alte Patriziervilla. Die Museumsgebäude, weiße Ausstellungspavillions und lichtdurchflutete Wintergärten, liegen eingebettet in einen Skulpturenpark. So ergibt sich ein einzigartiges Zusammenspiel zwischen der Natur der Landschaft, der Kunst und der Architektur der Museumsbauten, die von Architekten wie Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert dem abfallenden Gelände mit seinem alten Baumbestand angepasst wurden. Dazu gehört auch die verglaste Cafeteria mit ihrer Terasse, von der man einen grandiosen Blick über den Øresund bis nach Schweden hinüber hat.
Die umfangreiche Sammlung Louisianas
Die Louisiana-Sammlung umfasst mehr als 3000 Kunstwerke aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele der Stücke besitzen internationale Wichtigkeit und sind Hauptwerke der Künstler. Der Sammlungsbestand konzentriert sich vor allem auf bestimmte künstlerische Gruppen: Den europäischen Nouveau Réalisme, deren berühmteste Vertreter Yves Klein und Lucio Fontana sind; die amerikanische Pop-Art von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg; deutsche Kunst der 1980er Jahre, wie beispielsweise Anselm Kiefer und Georg Baselitz; Skulpturen des 20. Jahrhunderts von Max Bill, Max Ernst, Joan Miró und Henry Moore, die sich im wunderschönen Skulpturenpark befinden; Video-Kunst von 1990 bis heute, deren bekannteste Vertreter Bill Viola, Gary Hill und die Südafrikanerin Candice Breitz sind, sowie auf Schaffensperioden einzelner Künstler wie Alberto Giacometti, Asger Jorn und David Hockney. In den letzten Jahren erwarb das Museum auch zeitgenössische Werke wichtiger junger Künstler wie etwa Wolfgang Tillmans, Elmgreen & Dragset, Julie Mehretu, Isa Genzken, Doug Aitken und Jonathan Meese.
Bildquelle: http://billeder.visitdenmark.com
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