Liquidatoren wollen eine erweiterte Untersuchung des angeblichen südafrikanischen Bitcoin-Systems

Die Insolvenzverwalter der angeschlagenen Mirror Trading International wollen eine tiefere Untersuchung des angeblichen Bitcoin-Multilevel-Marketing-Systems.

Die Liquidatoren bemühen sich um erweiterte Befugnisse

Weniger als einen Monat, nachdem ein High Court in Kapstadt eine vorläufige Liquidationsanordnung gegen Mirror Trading International erlassen hat, bemühen sich die Liquidatoren um erweiterte Befugnisse, um das Unternehmen zu untersuchen und Anlegergelder zurückzuerhalten.

Laut Herman Bester, einem der vier ernannten Liquidatoren, muss das Team über mehrere Gerichtsbarkeiten hinweg operieren, um den vollen Umfang der Geschäftstätigkeit von MTI zu ermitteln.

Die Liquidatoren versuchen derzeit, alle Vermögenswerte des Unternehmens aufzuspüren. Nach diesem Prozess wird das Team dem Gericht einen formellen Bericht vorlegen, der die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Rückgabe von Investorengeldern an die Opfer des angeblichen Betrugs aufzeigt.

Laut Bloomberg könnte das Gericht am 1. März eine endgültige Anordnung für den Liquidationsprozess erteilen, wenn das Verfahren ohne Einspruch bleibt. Die erste Versammlung der MTI-Gläubiger wird zwei Monate nach dem Gerichtsbeschluss stattfinden, um über einen endgültigen Liquidator abzustimmen. Nach früheren Liquidationen im Zusammenhang mit Krypto-Betrug zu urteilen, könnten die Gläubiger von MTI einen langen Weg vor sich haben.

Wie zuvor von Cointelegraph berichtet, haben sowohl das Texas States Securities Board als auch die südafrikanische Financial Services Conduct Authority im Jahr 2020 Maßnahmen gegen das Unternehmen ergriffen.

Die Untersuchung des FSCA

MTI wird beschuldigt, seine Kunden in die Irre zu führen, um in sein System zu investieren, indem es eine 10-prozentige Rendite pro Monat verspricht. Das angebliche Bitcoin (BTC) MLM-Schema behauptete auch, mehr als 260.000 Investoren aus über 170 Ländern zu haben.

Die Untersuchung des FSCA fand jedoch keine Beweise für einen erfolgreichen Handel des Unternehmens. Insgesamt soll MTI etwa 23.000 BTC im Wert von über 880 Millionen Dollar zum aktuellen Bitcoin-Preis halten.

Laut dem südafrikanischen Medienportal The Citizen soll eine durchgesickerte interne Kommunikation darauf hinweisen, dass leitende Angestellte des Unternehmens nichts von dem Betrug wussten. Laut Details aus dem fraglichen Zoom-Meeting hatte nur der CEO Johann Steynberg die volle Kontrolle über die Geschäfte des Unternehmens.

Steynberg ist Berichten zufolge abwesend und befindet sich vermutlich in Brasilien. Auch hat niemand in der Firma seit Dezember 2020 von ihm gehört. Die letzte offizielle Mitteilung des Einwohners von Polokwane war eine Zurückweisung der Vorwürfe gegen das Unternehmen.

MTI ist einer von mehreren angeblichen Krypto-Betrügereien in Südafrika. Diese Investitionspläne nutzen die Popularität von Bitcoin im Land aus, um ahnungslose Opfer zu schröpfen.

Bereits im Juli wurde Willie Breedt, der Betreiber des VaultAge Krypto-Betrugs, der Berichten zufolge über 16 Millionen Dollar von 2.000 Investoren gestohlen hat, für bankrott erklärt. Breedt hatte zuvor während der Hitze der Untersuchung aus dem Land ins benachbarte Mosambik geflohen.